Buchsbaum
Buchsbaum ist im atlantischen Europa bis Japan beheimatet, auch auf Madagaskar, Sokotra und ferner in Westindien. Buxus sempervirens var. Arborescens – auch gewöhnlicher Buchsbaum genannt, stammt aus dem atlantischen Europa, östlich bis Westdeutschland, Moselgebiet und Mittelmeerraum. Mit wertvollem Holz ist Buchsbaum ein häufiger Zierstrauch, der neben anderen Sorten seit 2000 Jahren in Kultur ist und als Hecke für Bauerngärten, Klostergärten, Schlossgärten sowie barocke Gärten Verwendung findet. Buchsbaum eignet sich sehr gut für den Formschnitt (lebendige Skulptur), denn es gibt kaum eine Form, die nicht aus Buchsbaum geschnitten werden könnte.
In den Bauerngärten war der Buchsbaum als Beeteinfassung zu keiner Zeit wegzudenken. Die Anlage dieser Einfassungen war zwar etwas langwierig, doch die Pflege relativ einfach. Die junge Saat war geschützt und der Garten machten noch einen geordneten Eindruck, wenn die Beete leer waren.
Es gibt kaum eine idealere Pflanze für den Formschnitt, als den Buchsbaum. Zum einen ist er sehr dicht belaubt, zum anderen treibt er auch nach stärkerem Rückschnitt immer wieder durch.
Im Mittelalter wurde aus Blättern und Rinde Buxin gewonnen, das als abführende, schweißtreibende Medizin gegen Zahnschmerzen, Epilepsie und Würmer eingesetzt wurde. Ansonsten ist der Buchsbaum für den Verzehr nicht geeignet, da er in größeren Mengen giftig ist. Dies zeigt sich auch daran, dass er von Kaninchen und sonstigem Wild nicht gefressen wird. Im Garten hält er die Schnecken fern und ist daher als nützlich für den Gärtner zu betrachten. Buchsbaum schützt und schmückt, er dient der Ordnungsliebe und beflügelt die Phantasie des Gärtners. Ganz gleich, ob streng oder naturnah, ob Bauernbursche oder Schloßherr, - Buchsbaum hat viele Freunde.
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